Der deutsche Aktienindex Dax

31. Mai 2018

Sell in May and go away? Erstmal soviel vorweg. Die Analyse aus April traf voll ins schwarze!

Taktisch analysiert:
Das Hoch aus Januar 2018 konnte durch den letzten Impuls nicht überschritten werden.
Kurzfristiger gesehen wurde aber das Hoch aus Februar aus dem Markt genommen.
Zu dieser Marke läuft der Aktienindex derzeit zurück. Diese Marke steht gleichzeitig für das 38,2 % Retracement. Das Hoch aus März steht für das 50 % Retracement der Aufwärtsbewegung.
Technisch hat sich das Momentum abgebaut.

Als Ergebnis halte ich deswegen fest:
Ich rechne mit einem drehen der Abwärtskorrektur im Korridor zwischen 12.600 und 12.400 Punkten. Alternativ hierzu sehen wir bei 12.000 / 11.900 Punkten eine gute Absicherung, welche aus meiner Sicht hier die zweite Chance bietet, auf steigende Kursniveaus zu spekulieren.

08. April 2018

Puh, haben wir jetzt den lang heraufbeschworenen Bärenmarkt? Handelskrieg, Datenskandale, geopolitische Risiken … eigentlich genug Szenarien für einen Bärenmarkt.

Andererseits haben wir immer noch eine sehr expansive Geldpolitik. Selbst die  Maßnahmen der FED sind strenggenommen zwar Umkehrversuche aber nichts desto trotz haben wir doch sehr „billiges“ Geld auf der „Street“. Immer noch und nach meiner Einschätzung auch die nächste Zeit. Davon ab haben wir in Europa diese Situation noch nicht einmal umgekehrt sondern geldpolitisch noch nicht wirklich etwas gemacht. Aber … fundamentale Debatten machen vielleicht Spaß aber die dort genannten Kurse kann man nicht handeln. Also zurück zum Preisverlauf des Dax30.

Was sehen wir im Tagespreisverlauf (obere Grafik)?

der Kurs setzte in der Vergangenheit zweimal bei ca. 11.700 auf
das letzte Verlaufshoch haben wir bei 12.400 nicht (noch nicht) überschritten
wir sehen zunehmendes Kursmomentum aus dem negativen Bereich ansteigend

Was sehen wir im Wochenpreisverlauf (untere Grafik)?

der Kurs setzte in der Vergangenheit zweimal bei ca. 11.700 sowie beim 38.2 % Retracement auf
der Kurs bildet eine neutrale Kerze aus (Doji)

Deswegen:

Favorisiertes Szenario: Anlaufen der 12.900
Alternativszenario: Runter auf 11.400

 

26. März 2018

Mir fällt auf, dass ein Monat doch sehr schnell vorübergeht. Schaut man sich dann den Chart des Dax30 an erkennt man, dass vieles an den Börsen sehr schnell gehen kann. Das die Entwicklung des bisherigen Monats aber eigentlich keine Signifikanz im charttechnischen Sinne hat, sieht man ebenfalls sehr gut. Hier also das aktuelle Bild im Tageschart.

Wir treffen an der Grenze um 11.900 einerseits auf eine Strukturzone, welche sich aus den Kursmustern der Vergangenheit durch Support- und Widerstandszonen ergab (ich nenne dies strukturelle Marken), andererseits auf das 38,2 % Retracement aus der bisherigen Haussebewegung. Beides hat natürlich keine Wirkung, wenn der Kurs signifikant „durchrutschen“ sollte was ich derzeit nicht ganz ausschließen möchte.
Es besteht aber eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass sich der Kurs an diesen Marken fängt und in Nordostrichtung dreht. Unterstützt wird diese These durch einen positiven und nahezu divergenten Momentumverlauf.

Deswegen:

Favorisiertes Szenario: Anlaufen der 12.300/12.400
Alternativszenario: Runter auf 11.400

 

25. Februar 2018

Der deutsche Leitindex konnte am Freitag über der bisherigen Strukturmarke von 12490 schließen. Dadurch könnten wir in der kommenden Woche anziehende Kurse sehen, die uns nach jetzigem Stand bis 12900 führen könnten.

Das Wochenmomentum im Dax ist jedoch immer noch fallend, jedoch mit abnehmender Dynamik. Tendenziell gehe ich von einem eher seitwärts gehenden Markt in den nächsten Wochen aus. Ich sehe derzeit keine fundamentale oder charttechnische Begründung aus dem Dax auszusteigen und an der Seitenlinie auf besseres „Wetter“ zu warten.

Favorisiertes Szenario: Anlaufen der 12.900
Alternativszenario: Runter auf 11.900

 

Dax30 – 09. Februar 2018

Guten Abend liebe Tradergemeinde.
Aktienindizes und insbesondere ETF´s auf die Assetklasse Indizes eignen sich meiner Meinung nach am besten technisch am Gesamtmarkt zu partizipieren. Nachdem der deutsche Leitindex in den letzten zwei Wochen enormen Boden verloren hat, möchte ich heute meine derzeitige Einschätzung mit Euch teilen.

13.600 Punkte waren irgendwie zu ambitioniert. Einhergehend wurde in den USA ein neuer Mann an der Spitze der FED eingesetzt. Offen für den Markt als ehemaliger Investmentbänker jedoch mit dem volkswirtschaftlichen Auftrag ausgestattet, die Vereinigten Staaten auf ein moderateres Zinsniveau anzuheben. Der Markt begann daraufhin das Anziehen der Zinsen einzupreisen. Saisonal gesehen kommt das 1. Quartal gelegen eine Korrektur einzuleiten.

Sie merken dass ich eher aus der technischen Ecke des Tradings komme und deswegen jetzt der technische Blick.
Im folgenden beziehe ich mich auf die Sicht des Wochencharts seit 2015. Wir sehen hier derzeit einen Rücklauf der Kurse auf das Niveau der Hochs aus 2015. Ein bestätigendes Zeichen entstand bereits im September 2017 und löste danach eine Rally von 11.900 auf 13.600 aus. Der zweite Rücklauf der gerade abläuft ist sicherlich nicht regelkonform, insbesondere dann nicht, wenn das letzte Tief der Bewegung aus September bei ca. 11.900 signifikant unterschritten wird. Hier liegt ganz nah das 38,2 % Retracement der Bewegung. Rückläufe bis zu dieser Marke bzw. bis 11.400 wären als Korrektur in einer Hausse zu bezeichnen mehr jedoch nicht.

Wie geht es weiter? Mein Ansatz ist immer in Szenarien zu denken.

präferiertes Szenario: Bounce bei 11.900 und Rücklauf nach 12.900
alternatives Szenario: der Index fällt bis 11.200

Beide Szenarien stellen aus meiner Sicht keine Shortmöglichkeiten dar sondern liefern meiner Meinung nach gute Chancen nachzulegen, am liebsten dann wenn die Nerven blank liegen.

Warum eigentlich ein Wochenchart? Die meisten Menschen die vielleicht ein wenig daran interessiert sind, wie sich Ihre aktienbasierte Altervorsorge entwickelt, haben erstens keine Zeit einer täglichen Betrachtung und sind aufgrund ihrer Investmenthaltung per Definition auf Langfristigkeit angewiesen (sie werden ja erst in Jahren Ihre Ersparnisse beisammen haben müssen).
Aus diesen zwei Gründen eignet sich der Wochen- oder Monatschart hervorragend für eine Analyse.

 

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